22.07.2017

Radtour zum Solarpark Uttenreuth

Der Kreisverband der ÖDP Erlangen und Bundestagskandidat Florian Reinhart haben am Samstag, 22. Juli, zu einer gemütlichen Radtour zum Solarpark Uttenreuth eingeladen. Viele Interessierte haben das Angebot angenommen uns sind vom Hugenottenplatz aus mitgefahren.

Besichtigung des Solarparks (Foto: Florian Reinhart)

Information im Schatten der Module (Foto: Horst Gwinner)

Ankunft am Gelände (Foto: Horst Gwinner)

Der Solarpark befindet sich auf dem alten US-Munitionsbunkergelände südlich von Uttenreuth und Weiher, vom Hugenottenplatz aus etwa 9 km entfernt. Er hat eine Leistung von 3 MWp und versorgt ca. 1000 Haushalte. Laut Wolfgang Hirschmann, dritter Bürgermeister von Uttenreuth, sei seine Gemeinde damit energieautark. 

Der Park wurde 2014 von der Naturstrom AG aus Forchheim in Betrieb genommen und ist eine Kooperationsprojekt mit den Bürgerenergiegenossenschaften EWERG, BfB und KEG. An der Anlage sind über 400 Bürger_innen beteiligt. Die Stromgewinnung ist durchaus wirtschaftlich und erzielt eine Projektrendite von etwa 5% vor Steuern.

Dieter Emmerich, Vorstand der EWERG, und Wolfgang Hirschmann erzählten Details zum Projekt und beantworteten alle Fragen der Besucher. Erzählt wurde z.B. von den Schwierigkeiten des Projekts:

Bevor eine Baugenehmigung erteilt werden konnte, musste das bis dato gemeindefreie Gebiet eingemeindet werden und da der Solarpark in einem Wasserschutzgebiet liegt, mussten Auflagen der Erlanger Stadtwerke über die verwendeten Materialen erfüllt werden. Auch auf den Tierschutz wurde geachtet, wobei die Solarmodule für die Vögel als unstörend eingestuft wurden. Die freuen sich über den Schutz der Module und sitzen zuweilen auf ihnen.

Die alten Bunker wurden mit Erde zugeschüttet. Der Stromtransport erfolgt über ein Kabel, das unter der Erde nach Weiher verlegt wurde. Die alte, bereits gepflasterte Zufahrtsstraße zum Bunkergelände erwies sich während der Bauphase als praktisch. Wenn Speichertechnologien in den nächsten Jahren wirtschaftlicher werden, können die Bunker wieder frei gemacht werden und mit Energiespeichern nachgerüstet werden. Die Zukunft ist erneuerbar!