1.2 Stabilisierung des Mittelstandes

Eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung macht laut Prof. Jörg Wiesse (Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Nürnberg) krank und führt zu aggressiven Verhaltensweisen, aber auch zu defensiven Erkrankungen wie Depressionen, Magersucht und gesteigerten Drogenkonsum (Alkoholexzesse). Vorhandene oder drohende Arbeitslosigkeit macht nicht nur den Eltern, sondern auch den Kindern große Zukunftsangst. Die von der kommunalen Mehrheit vorgeführten Prestigeobjekte verstellen den Blick für den Alltag der Mittelschicht. Die ödp setzt sich dafür ein, dass das Thema Familienfreundlichkeit keine Phrase bleibt, sondern auf solidem Boden steht.

Stabilisierung des Mittelstandes heißt nach Ansicht der ödp:

  • Keine Genehmigung für weitere Verkaufsriesen (Arcaden!), Vergabe von öffentlichen Aufträgen nur an Firmen, die ortsansässige Handwerker beschäftigen!
  • Prüfen, ob ein vergabebeeinflussendes „Sozialranking“ bei heimischen Betrieben angewandt werden kann (Familienfreundlichkeit, Quote der Arbeiter mit Behinderung, Ausbildungsplätze usw.)
  • Kein Verkauf von Teilen der Stadtwerke oder anderer kommunaler Einrichtungen, auch nicht im Zuge des Cross-boarder-Leasings!
  • Verschönerung der noch unattraktiven Bereiche in der Erlanger Altstadt und bessere Integration ins städtische Geschehen. Die Forderungen des Altstadtforums hat die ödp von Anfang an unterstützt.
  • Keine weitere Vergabe von 1-Euro-Jobs durch die Stadt, sondern eine gerechte Entlohnung entsprechend der auszuübenden Tätigkeit.