1.6 Ökologische Abfallwirtschaft

Die ödp unterstützt voll die Ziele der Bürgerinitiative „Das bessere Müllkonzept“. Dazu gehören besonders der Vorrang der Müllvermeidung vor der Verwertung und Verbrennung. Leider sind Bund und Land bisher nicht bereit, Wegwerfprodukte und Einwegverpackungen durch entsprechende Besteuerung spürbar zu verteuern. Stattdessen wurde das Duale System (DSD) mit dem „Grünen Punkt“ eingeführt. Das DSD ist eine Organisation zur Rettung der Wegwerfgesellschaft und zur profitablen Förderung einiger dubioser Verwertungsfirmen: Wertvolle Rohstoffe werden verbrannt oder zu minderwertigen Produkten verarbeitet, für die keine ausreichende Nachfrage besteht. So wandern immer öfter riesige Mengen dieser Abfälle zur „Entsorgung“ in die sogenannte "Dritte Welt“.

Für eine ökologische Abfallwirtschaft fordert die ödp folgende Schritte:

  • Bau einer ökologisch verträglichen biologisch-mechanischen Abfall Verwertungsanlage auf Verrotttungsbasis zur sicheren Restmüllbehandlung. Dies könnte beispielsweise durch eine Biogasanlage geschehen, welche in einer Kooperation von Eigenbetrieb für Stadtgrün (Sammeln des Biomülls), Strom- und Wärmeproduktion durch die Anlage des städtischen Eigenbetriebes für Entwässerung und Vermarktung des entstandenen Stromes und der Abwärme durch die Erlanger Stadtwerke geschehen.
  • „Nein“ auch zur Klärschlammverbrennung mit ihrer enormen Schadstoffbelastung (Schwermetalle)! Stattdessen Favorisierung der umweltverträglichen „nassen Oxidation“!
  • Intensivierte, bürgerfreundliche Müllberatung, statt Abbau von Stellen in diesem Bereich! Werbung und Aufklärung bringt Kostensenkungen durch Müllvermeidung.