1.9 Ortsteile

Erlangen ist bunt – in vielerlei Hinsicht. So haben viele Stadtteile eine ganz eigene Charakteristik und speziellen Charme. Hier ist bei möglichen Veränderungen oder gar Erweiterungen auf die Besonderheiten der Ortsteile sehr sensibel einzugehen. Die Bedürfnisse nach Ortsteilzentren sind abzufragen und ggf. mit adäquatem Raumangebot zu befriedigen.

Zur Stadtteilpflege zählen auch die Vorortkirchweihen als ein Beitrag der regionalen Brauchtumspflege. Grundsätzlich stehen wir für deren Erhalt. Wir setzen uns für eine bessere Unterstützung durch die Stadt bei der Organisation der Kirchweihen ein.

Jeder Ortsteil sollte ein barrierefreies, allgemein zugängliches Stadtteilhaus haben.

Bruck

Der Brucker Bahnhof liegt in einer zentralen und hochfrequentierten Position. Der Status quo ist unakzeptabel. Die ÖDP fordert, dass die Stadt die BI Bruck berät und ggf. finanziell unterstützt, um das Gebäude weiter zu entwickeln.

Ein attraktiver Zugang zum Regnitzgrund, welcher für viele Brucker Naherholungsgebiet ist, soll gemeinsam mit dem Radwegenetzausbau bis 2016 abgeschlossen werden.

Büchenbach

Die Nachverdichtung nach aktuellem Planungsstand lehnen wir ab; die Grünflächen am Steinforstgraben und das Wäldchen am Würzburger Ring wollen wir unbedingt erhalten.

Dechsendorf

Das Ortsteilzentrum am Dechsendorfer Platz ist nach dem Auszug des Montessori-Kindergartens in der Nutzung neu zu planen. So wäre der Betrieb einer Tagespflege-Einrichtung eine sinnvolle Maßnahme, um Senioren mit Einschränkungen tagsüber gut betreuen zu lassen. Anfragen auf Kooperation mit freien Trägern sind durchzuführen.

Der Bau des Radweges von Dechsendorf nach Röttenbach ist längst überfällig.

Die Ringleitung um den Dechsendorfer Weiher sieht die ÖDP als sinnvoll und zielführend an, um die Gewässerökologie des Dechsendorfer Weihers deutlich zu verbessern, um ihn als Badesee zu erhalten.

Eltersdorf

Die ÖDP lehnt den Bau der geplanten Ortsumgehung ab. Die angebliche Entlastung des Ortszentrums durch Umleitung des durchfahrenden Verkehrs um ca. 30 % zweifeln wir an.

Wie in Frauenaurach und Tennenlohe sehen wir erneut die Landwirte unter großem Druck, welche durch die Umgehungsstraße und die wohl darauffolgende Gewerbegebietserschließung Flächen einbüßen würden.

Frauenaurach

Das Gewerbegebiet Geisberg gilt es zu verhindern. Die wertvollen und stadtnahen landwirtschaftlichen Flächen sind für die Bauern die Existenzgrundlage. Weder ein Umlage- noch ein Enteignungsverfahren werden unsere Zustimmung finden. Mit der ÖDP haben die Frauenauracher einen zuverlässigen und konsequenten Partner im Stadtrat.

Hüttendorf

In diesem Ortsteil ist die Busverbindung zu verbessern und ggf. der Stadtbus über die Stadtgrenze hinaus bis in den Stadtbereich Fürth zu führen. Eine Vernetzung der Busnetze beider Städte wäre für Erlangen und Fürth ein Gewinn.

Kosbach/Häusling

Wir brauchen eine Buslinie, die die Herzo-Base über Häusling und Büchenbach mit der Erlanger Innenstadt verbindet. Dazu bedarf es der Kooperation mit der Stadt Herzogenaurach. Der Radweg zwischen Häusling und Haundorf muss baldmöglichst realisiert werden. Adäquate Maßnahmen zur Verkehrsentschleunigung in der Häuslinger Hauptstraße sind zeitnah zu verwirklichen.

Kriegenbrunn

Das frühere Gemeindehaus Mansfeldstraße 1 ist in einem nicht mehr erhaltenswerten Zustand. Die unter Denkmalschutz stehende Innentreppe sollte nach Meinung der ÖDP dem Freilandmuseum in Bad Windsheim des Bezirks Mittelfranken überlassen werden.

Kriegenbrunn benötigt ein neues Ortsteilzentrum, welches sinnvollerweise in Gebäudeunion mit einem neuen Feuerwehrgebäude z.B. auf dem kleinen Festplatz errichtet werden könnte. Es ist davon auszugehen, dass es kurz- bis mittelfristig in Kriegenbrunn keinen öffentlich nutzbaren Saal/Raum geben wird. Planung und Bau sind in der kommenden Legislaturperiode abzuschließen. Die Gebäude Mansfeldstraße 1 und 2 könnten zum Verkauf ausgeschrieben werden.

Der Kriegenbrunner Friedhof ist mit kleineren Baumaßnahmen zu ertüchtigen, und ein Bereich für Baumbestattungen soll bis 2015 ausgewiesen werden.

Tennenlohe

Wir setzen uns dafür ein, dass Tennenlohe 2015 sein 750-jähriges Jubiläum würdig begehen kann.

Tennenlohe verfügt über kein eigenes Stadtteilhaus. Hier gilt es Abhilfe zu schaffen bzw. allgemein zugängliche und barrierefreie Räumlichkeiten zu errichten.

Stadtverwaltung und Stadtratsmehrheit verhinderten den Antrag der ÖDP, das ehemalige G6 aus dem Flächennutzungsplan als Gewerbegebiet zu streichen. Dies wollen wir nach der Wahl erneut beantragen, um eine langfristige Sicherheit zu haben, dass das G6 nicht durch die politische Hintertür wieder aufgegriffen wird. Denn der erfolgreiche Bürgerentscheid gegen das G6 ist für die Kommunalpolitik nicht mehr bindend, weil die Einjahresfrist abgelaufen ist.

Insbesondere zu Stoßzeiten erkennt man, dass der Stadtteil den verkehrlichen Herausforderungen nicht gewachsen ist. Wir setzen uns nicht nur für die Optimierung des ÖPNV ein, sondern auch für die Gefahrenreduzierung an Verkehrsknotenpunkten wie Wetterkreuz/Sebastianstraße, Lachner-/Weinstraße, Weinstraße/Franzosenweg sowie an den Ausfahrten von der B4 Richtung Tennenlohe.

Wir befürworten die Unterstützung des Walderlebniszentrums als sinnvolle pädagogische Einrichtung für Groß und Klein. Zudem wollen wir das Projekt „Kunstrasenplatz“ zu einem zeitnahen Erfolg führen und werden diese Maßnahme, die auch ein Beitrag zum Schutze des Bannwaldes darstellt, unterstützen.

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