2.1 Generationensolidarität und Leben im Alter

Das grundlegende Ziel städtischer Schul-, Sozial- und Kulturpolitik muss es sein, Bürgerinnen und Bürger aus allen Generationen nicht nur zu integrieren, sondern ihnen auch den Zugang zu gesellschaftlichem Engagement zu erleichtern. Hierbei möchten wir bestehende Jugendprojekte, aber auch vorbildliche Einrichtungen wie das SeniorenNetz Erlangen unterstüt- zen und gegebenenfalls ergänzen.

Jetzt schon leben immer mehr ältere Menschen in unserer Stadt. Wir nehmen die Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren in Erlangen ernst. Wir wollen ein solidarisches Miteinander in der gesamten Stadtkultur. Dazu gehören generationenübergreifendes Wohnen und Arbeiten ebenso wie Konzepte, um ältere Menschen in ehrenamtliche Tätigkeiten einzubinden. Wir brauchen die Lebenserfahrung der Älteren, um sie an die junge Generation weiterzugeben, im Miteinander der Generationen in nächster Nachbarschaft, im Privatleben und in der Arbeitswelt.

Wir brauchen, neben einer funktionierenden Infrastruktur im unmittelbaren Wohnumfeld, ausreichend qualifiziertes Pflegepersonal, um die angemessene, menschenwürdige Versorgung der Menschen, die sich nicht/nicht mehr selbständig versorgen können, zu gewährleisten. Daher setzt sich die ÖDP nachhaltig für diese Punkte ein:

  • Langfristige Förderung übergreifender Angebote, die ein Miteinander der Generationen und Kulturen, für eine funktionierende Stadtgesellschaft ermöglichen, z.B. Nachbarschaftshilfevereine.
  • Entwickeln von Konzepten in der Arbeitswelt sowie in der Bildung nach dem Motto „jung lernt von alt und umgekehrt“
  • Altersgerechte Arbeitsbedingungen in der Stadtverwaltung und städtischen Eigenbetrieben. Dazu gehören u.a. Altersteilzeitmodelle und eine altersgerechte Arbeitsgestaltung.
  • Ausbau alternativer Wohnformen und ambulanter Pflegedienste
  • Entwicklung von Qualitätsstandards für alternative Wohnprojekte
  • Kultursensible Qualifizierung von Pflegekräften in Aus- und Weiterbildung
  • Interkulturelle und kultursensible Öffnung von Alten- und Pflegeheimen
  • Einsatz für eine Reform der Pflegeausbildung mit einheitlicher Finanzierung
  • Konzepte zur Behebung des Pflegekräftemangels entwickeln und unterstützen
  • Ältere Bürgerinnen und Bürger haben oft Hemmungen im Umgang mit den städtischen Behörden. Die Mitarbeiter im Seniorenamt sollen bei der Kommunikation mit den städtischen Einrichtungen beraten und unterstützen.
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