2.2 Kinderbetreuung

Ein Kind malt eine Sonne, die dem alten ÖDP-Logo ähnlich sieht

Die für viele Familien nötige Erwerbsstätigkeit beider Elternteile erfordert zunehmend eine ganztägige Betreuung von Kindern. Verantwortbar ist dies nur, wenn die familienergänzende Betreuung von qualifiziertem Personal in kindgerechter Umgebung geleistet wird. Wir fordern:

  • In den städtischen Einrichtungen wird besonders auf gute Bedingungen für Kinder und Mitarbeiter geachtet. Dazu gehören z.B. Räume mit schalldämmenden Decken, geeignetes Mobiliar, Fortbildung und Gesundheitsförderung für das Personal. Dies gilt für alle Krippen, Kindergärten, Horte, Spiel- und Lernstuben.
  • Förderung und Optimierung der städtischen Tagespflegestrukturen
  • Die Zahl der Schulkindergartenplätze muss dringend erhöht werden.

Die Stadt muss als Sachaufwandsträger für die Schulen dafür sorgen, dass sich Kinder und Erwachsene in den Schulen wohlfühlen können. Dazu gehören u.a. der Größe der Kinder angemessene Schulmöbel, saubere Toiletten, sowie kindgerechte Innen- und Außenbereiche. Der weitere Ausbau von gebundenen Ganztagsklassen ist nur verantwortbar, wenn dafür geeignete Räume und qualifiziertes, längerfristig beschäftigtes Betreuungspersonal vorhanden sind.

Wir fordern deshalb:

  • eine Aufstockung der Mittel für Ganztagesklassen und den Erhalt alternativer Betreuungsformen wie Mittagsbetreuung und Horte
  • ein Modellprojekt, das Schule, Kindertagesstätte und Sozialarbeit integriert, um das Beste aus diesen Systemen zusammen zu bringen

Beim Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige wurden einige Krippenneubauten von der Stadt gefördert. Unserer Meinung nach sind reine Kinderkrippen für eine gute und durchgängige Kinderbetreuung nicht von städtischer Seite zu forcieren, da die Kleinkinder nach dem 3. Lebensjahr in eine andere Einrichtung (Kindergarten) wechseln müssen. Die ÖDP setzt sich für ein Konzept ein, in welchem an allen Kinderbetreuungseinrichtungen Krippen- und Kindergartenkinder betreut werden können.

Die städtischen Kinderkrippen und -gärten erhalten gesonderte finanzielle und personelle Unterstützung für die Entlastung der Erzieherinnen mit Leitungsfunktion. Dies geschieht aus dem städtischen Haushalt mit Steuermitteln. Die Einrichtungen der freien Träger (Kirchen, Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband, AWO usw.) müssten bei gleichen Maßnahmen (unbestritten sinnvoll) die Kindergartengebühren anheben. Dieser Ungleichbehandlung muss dringend entgegengewirkt werden und zeitnah ein Konzept zur Unterstützung von Kindereinrichtungen der freien Träger erstellt und umgesetzt werden. Diese Kindertageseinrichtungen sowie die Tagesmütter und -väter leisten einen sehr wichtigen Beitrag zur Familienfreundlichkeit. Deshalb ist es auch unbedingt erforderlich, dass verbindliche finanzielle Unterstützungen zeitnah und zuverlässig bei den Trägern ankommen. Monatelange Wartezeiten bringen die nicht-städtischen Einrichtungen oft in eine finanzielle Bredouille. Die Stadt muss ein zuverlässiger Partner sein.

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