Masterplan für ein Ökologisch-Natürliches Erlangen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir stellen die zunehmende Unzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der Umweltsituation Erlangens fest. Nicht ohne Grund haben fast 70 % der Erlanger Bürgerschaft gegen die Landesgartenschau - ein von der Ampel-Koalition und der CSU massiv unterstütztes Vorhaben in einem Landschaftsschutzgebiet - gestimmt!

Wir, die ÖDP-Stadträte Barbara Grille und Frank Höppel, vermissen eine Vision hinsichtlich der ökologisch-natürlichen Entwicklung Erlangens.
Aus diesem Grunde beantragen wir, ...

 

  1. dass die Stadt – zunächst unabhängig von einem Flächennutzungsplan – einen Masterplan für ein ökologisch-natürliches Erlangen erstellt;
  2. dass zeitnah in einer Stadtratssitzung dargestellt werde, wie die konkreten Umsetzungsschritte für die nächsten fünf Jahre lauten;
  3. dass dabei zukünftig wesentlich mehr Baumpflanzungen als Fällungen durchgeführt werden. Zum einen prägen sie das Stadtbild grün, zum anderen verbessern sie vor allem durch Sauerstoffproduktion, die CO2 -Bindung, die Staubfilterung und die Schattenbildung nachhaltig das Stadtklima. Damit tragen sie wesentlich zum Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt bei;
  4. dass bei städtischen Bauplanungen bzw. bei Planungen der städtischen Tochter GEWOBAU zukünftig möglichst auch das Modell „Bosco Verticale“ – also ein vertikaler Wald – des Architekten Stefano Boeri, der den internationalen Hochhauspreis 2014 gewonnen hat, beachtet wird. Hierbei sollte auch ein kommunales Förderprogramm aufgelegt werden, dass die Umsetzung solcher Vorhaben von privaten Bauträgern unterstützt;
  5. dass zukünftig der Flächenverbrauch deutlich reduziert werde;
  6. dass der Bienenschutz für die Stadt Erlangen einen besonderen Stellenwert bekommt und die Stadt zu diesem Zweck geeignete Maßnahmen ergreift;
  7. dass grundsätzlich mindestens die Bereiche wie Umwelt, Umweltplanung, ökologische Bauleitplanung, Naturschutz, Landschaft- und Waldwirtschaft, Öffentliches Grün, Gewässer, Wasser und Abwasser, Abfall und Altlasten, Energie, Verkehr, Wirtschaft, Beschaffung und Vergaben sowie Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit bei der Erstellung eines solchen Masterplans für ein Ökologisch-Natürliches Erlangen Berücksichtigung finden.

Mit besten Grüßen
Barbara Grille und Frank Höppel

ehrenamtliche ÖDP-Stadträte


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