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Wo das Ankündigungsprinzip funktioniert und wo es versagen würde…

Wollen „wir“, das heißt: meine Gemeinde, mein Landkreis, mein Bundesland, die ganze Bundesrepublik Deutschland, die EU oder noch besser die viel beschworene und selten erlebte „Staatengemeinschaft“ im Jahr 2030, 2040 oder 2050 klimaneutral sein? Oder sollen besser zunächst einmal die Zwischenziele Emissionsreduzierung um 50%, 70% oder 90% zu den genannten Zeitpunkten in einzelnen Bereichen wie Verkehr, Wärme, Elektrizität oder Landwirtschaft angesteuert werden? 

Vielleicht geht es Ihnen wie mir: Den Überblick über all diese Emissionsmengen und Jahresangaben habe ich nicht verloren, sondern niemals so richtig gewonnen. Leichter machen es einem da viele Unternehmen im Land: Man hat den Eindruck, dass wir umgeben sind von „klimaneutralen“ Produkten und echt „grünen“ Dienstleistungen. Da macht Konsum doch wieder richtig Spaß, wenn der Planet nicht nur keinen Schaden erleidet, sondern bei Kauf des Produktes XY aufatmen kann! 

Die Markenartikel-Werbung spart sich den Fehler der Politik: Die Aufforderung, ein Produkt zu kaufen, das schon in 20 Jahren zu 50% klimafreundlich sein wird, wäre wohl nicht so richtig gut für den Verkaufserfolg. Auch die Zusage eines Kindes, dass das Zimmer in vier Wochen ganz bestimmt zu 50% aufgeräumt sein wird, kommt bei den Erziehungsberechtigten wohl nicht so gut an. 
Eigenartig, dass das Ankündigungsprinzip in der Politik akzeptiert wird, während es andernorts als defizitär und keineswegs akzeptabel gilt. …

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Wichtiger Hinweis:
Blogbeiträge stellen die persönliche Meinung einzelner Parteimitglieder dar. Diese kann in Einzelfällen von der Programmlage der Partei abweichend sein. Auch ist es möglich, dass zu einzelnen Themen und Aspekten in der ÖDP noch keine Programmlage existiert.