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Inklusion und Corona

Bezirksrätin Ingrid Malecha im Gespräch mit den Rummelsbergern

ÖDP-Bezirksrätin Ingrid Malecha hat sich mit Volker Deeg, Fachlicher Leiter der Rummelsberger Diakonie für den Bereich Menschen mit Behinderung zum Thema Inklusion und Corona ausgetauscht. Das Treffen fand unter Vermittlung des ÖDP-Kreisvorsitzenden Walter Stadelmann statt und brachte beide Seiten eine wertvolle Angleichung des Informationsstandes.

Zunächst stellte Diakon Volker Deeg dar, warum das Internat für Kinder und Jugendliche im Wichernhaus Altdorf aufgrund der stark zurückgegangenen Belegungszahlen in 2022 schließen wird. Erfreulich ist dabei, dass sich die ambulante Versorgung verbessert hat, so daß mehr Kinder und Jugendliche mit Behinderung zuhause leben können. Trotzdem gibt es immer noch Ausgrenzungen für diese Bevökerungsgruppe zu beobachten. Danach erläuterte Deeg die Pläne seines Trägers, stattdessen die Plätze im Wohnen für Erwachsene und im Bereich der Tagesstätten auszubauen. Zusätzlich soll eine eigene Therapiepraxis aufgebaut werden. Außerdem hat sich ein steigender Bedarf an Wohngruppen für Menschen mit erworbenen Schädel-Hirn-Verletzungen im mittleren Lebensalter ergeben, die nicht zuhause versorgt werden können und eine geeignete Unterkunft und fördernde Umgebung brauchen.

Schulpartnerschaften als Zukunftsmodell

ÖDP-Bezirksrätin Ingrid Malecha brachte ihre Erfahrungen zum Thema Inklusion als Beauftragte des Bezirkes Mittelfranken für das Zentrum für Hörgeschädigte in Nürnberg mit ein und betonte, dass Inklusion von beiden Seiten her gemacht werden muss. Damit schwenkte das Gespräch um zur Frage, wie sich Inklusion weiter entwickeln kann. Diakon Deeg sieht hier einen wichtigen Ansatz in dem für Bayern neuen Partnermodell, in dem Grund- und Förderschulen nebeneinander existieren, die Infrastruktur wie Sportstättern und Pausenhöfe gemeinsam nutzen und teilweise auch den Unterricht gemeinsam durchführen. Dazu sind gemischte pädagogische Teams notwendig: Im Nürnberger Land als Modellregion arbeiten Lehrer und Schulpsychologen gemeinsam an einer solchen neuen Struktur.

Corona-Folgen abmildern

Gegen Ende des Gesprächs brachte ÖDP-Kreisrat Stadelmann noch das Thema der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche ein. Die Anwesenden waren sich einig, dass hier ein großer Hilfsbedarf besteht und entschlossen gehandelt werden muss, um die Schäden durch die soziale Isolation und damit auftretende Probleme so gut wie möglich zu heilen. Das zeigt sich am Beispiel der Krisenhilfe in den Kinder- und Jugendpsychiatrien, die schon vor der Pandemie gut ausgelastet waren und nun manchmal nur noch kurzzeitig junge Patienten aufnehmen können.

W. Stadelmann

 

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